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Glossar

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Affidavit: Erklärung der Bank zuhanden von im Ausland ansässigen Inhabern gewisser Wertschriften, womit eine Befreiung von der auf solche Anlagen erhobenen schweizerischen Steuer bewirkt werden soll, da sie bereits im Wohnsitzland besteuert werden.

AFG: Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Anlagefonds.

Agio: Differenz zwischen dem Nennwert eines Titels und seinem höheren Börsenkurs (in Prozent des Nennwerts ausgedrückt). Bei Immobilienfonds: Differenz zwischen dem Börsenwert und dem Rückkaufswert.

Alpha (Faktor): Ein Parameter zur Messung der Überperformance eines Anlagefonds, risikobereinigt, mit dessen Hilfe die Performance des Portfolioverwalters evaluiert werden kann.

Analyst: Spezialist für Wirtschafts- und Finanzstudien von Unternehmen oder Märkten.

Anlage (klasse): Investitionskategorie oder Valorengruppe (z.B. Nebenwerte bilden eine Anlageklasse).

Anlagefonds: Kollektive Kapitalanlage, die die Teilnahme an der Entwicklung eines nach dem Grundsatz der Risikostreuung aufgebauten und von Spezialisten verwalteten Portfolios ermöglicht, ohne dass der Anleger notwendigerweise über ein grosses Kapital zu verfügen braucht.

Anlagepolitik: Art der Verwaltung eines Portfolios. Man legt einen (aktiven/passiven) Stil fest, eine Anlagekategorie (z.B. Small Caps) und eine Reihe anderer Auflagen wie einen minimalen/maximalen Barbestand im Portfolio, Verwendung oder nicht von Derivaten, usw.

Anlagestrategien von Hedge Funds:

Die "Macro"- oder "Global Macro"-Strategien
Mittels der "Macro"-Strategien suchen die Manager Nutzen aus den Veränderungen volkswirtschaftlicher oder monetärer Trends zu ziehen, benutzen hierzu zahlreiche Gelegenheiten in Bereichen wie Aktien- und Obligationenmärkte, Devisen, Zinssätze und Rohstoffe. Das angestrebte Ziel ist es, trendorientierte (directional) Positionen zu besetzen, um von einer antizipierten Bewegung zu profitieren. Sie benutzen häufig erhebliche (Verschuldungs-) Hebeleffekte.

Die "Long/Short Equity"-Strategien
Dies ist die älteste alternative Strategie. Auf ihr beruht im Übrigen die Bezeichnung 'Hedge Fund' (oder Deckungsfonds). Das Ziel dieser Strategie ist es, ein Portefeuille aufzubauen, das sowohl aus den Kaufpositionen als auch aus den Leerpositionen Profit zu ziehen sucht, anstatt dem Markttrend zu folgen. Diese Strategie ist heute die am meisten benutzte, da sie am einfachsten zu implementieren ist. Aber hinter dieser Einfachheit versteckt sich eine erhebliche Komplexität in Bezug auf die Relevanz der Deckungen.

Die "Arbitrage"-Strategien
Sie suchen, aus den Ineffizienzen des Marktes Kapital zu schlagen, die je nach den Schwankungen des Marktes erscheinen und verschwinden. Die Arbitrage-Strategien zielen darauf ab, Nutzen aus dem relativen Preisunterschied zwischen zwei vergleichbaren Instrumenten zu ziehen. Unter diesen Arbitrage-Strategien seien die Strategie der "Fixed Income Arbitrage", welche die Ineffizienzen der Zinskurven ausnutzt, und die der "Convertible Bond Arbitrage" genannt, welche die Abstände zwischen den Wandelschuldverschreibungen und den Aktien eines gleichen Unternehmens ausnutzt. Sie besteht also im Kauf der Wandelschuldverschreibung und dem Leerverkauf der zugrundeliegenden Aktie entsprechend einem ständig neu berechneten Verhältnis.

Die "Event Driven"-Strategien
Sie nutzen punktuelle, firmenspezifische Ereignisse wie Fusionen-Akquisitionen, Unternehmen im Vergleichsaufschub oder vom Konkurs bedrohte Unternehmen sowie jede andere Kapitalumstrukturierung. Unter den "Event Driven"-Strategien seien die "Distressed-Securities"-Strategie genannt, die Konkurssituationen ausnutzt, sowie die "Risk Arbitrage"-Strategie, die aus der mit einer angekündigten Fusion verbundenen Unsicherheit Nutzen zieht.

Anteilschein eines Fonds: Wertpapier, das einem Teil des Fondsvermögens entspricht.

Antizyklische Sensibilität: Neigung sich dem Konsens entgegenzustellen.

Asset Allocation: Aufteilung eines Portfolios in seine verschiedenen Anlagekategorien (Anlagestrategie).

Ausländische Fonds: Fonds mit Sitz im Ausland und die den entsprechenden (namentlich steuerlichen) Vorschriften unterliegen. In der Schweiz vertriebene Anlagefonds müssen von der EBK zugelassen werden und unterliegen dem AFG.

Ausschüttung: Proportionaler Gewinnanteil, der dem Inhaber eines Titels oder eines Fondsanteils zusteht.

Ausschüttungspolitik: Ein Fonds kann allfällige Zinserträge und Dividenden entweder regelmässig (im Allgemeinen einmal jährlich) an seine Kunden ausschütten oder sie zum Nutzen aller in das Fondsvermögen einfliessen lassen.

Beta (Faktor): Faktor, der die Veränderungen eines Titels im Verhältnis zur Marktentwicklung bestimmt. Ein Titel mit einem Beta von 1 bewegt sich analog zum Referenzmarkt. Mit einem Beta von 1.1 sollte der Titel den Markt um 10% übertreffen.

Binnenmarkt / Interner Markt: Auf eine lokale oder nationale Dimension beschränktes Umfeld.

Blue Chips: Aktien führender Unternehmen, die betreffend ihrer Börsenkapitalisierung auf internationaler Ebene an vorderster Stelle stehen.

Bottom-up: Art der Portfolioverwaltung, die sich auf die Auswahl der Titel und weniger auf die makroökonomische Analyse abstützt.

Börsenkapitalisierung: Börsenwert eines Unternehmens. Dieser Wert variiert, entspricht er doch der Zahl der Titel multipliziert mit ihrem Kurs (oder Verkehrswert).

Broker: Makler oder Zwischenhändler beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

Business Plan: Plan der Geschäftstätigkeit und der finanziellen Ziele, um die finanziellen Bedürfnisse und Ergebnisse einer Gesellschaft zu bewerten. Der Plan wird in der Regel für mindestens 5 Jahre erstellt.

Cash: Als flüssige Mittel verfügbarer Betrag (z.B. in einem Anlagefonds ist der Cash-Betrag nicht in Wertschriften angelegt und kann gegebenenfalls dem Rückkauf von Fondsanteilen dienen, die die Anleger verkaufen wollen).

Cash-flow: Differenz zwischen den Einnahmen und Betriebsausgaben eines Unternehmens vor Abzug der Abschreibungen und Rückstellungen.